Tesla Optimus Gen 2: Warum "Vision Only" die Industrie spaltet
Elon Musk setzt alles auf Kameras und KI. Warum das genial und gefährlich zugleich ist – eine technische Analyse.
Tesla geht einen Sonderweg. Während der Rest der Welt (Boston Dynamics, Agility, Unitree) auf Laser-Scanner (LiDAR) schwört, um Abstände zu messen, sagt Elon Musk: "Menschen haben auch nur zwei Augen. Kameras reichen."
Das "End-to-End" Versprechen
Der Optimus wird nicht programmiert ("Gehe 2 Meter geradeaus"). Er wird trainiert. Er schaut Videos von Menschen an und lernt durch neuronale Netze, wie man eine Aufgabe erledigt.
Das Potenzial ist gigantisch: Ein Roboter, der durch Zuschauen lernt, könnte morgen Wäsche falten und übermorgen Autos montieren, ohne eine Zeile Code.
Das Risiko für die Industrie
In der deutschen Industrie lieben wir Determinismus. Wenn ich Knopf A drücke, muss B passieren. Immer.
Ein KI-Roboter ist probabilistisch. Er entscheidet aufgrund von Wahrscheinlichkeiten. Was passiert, wenn das Licht in der Halle flackert? Was, wenn Nebel ist (den Kameras nicht durchdringen, LiDAR aber schon)?
Fazit
Der Tesla Optimus ist der beeindruckendste Forschungserfolg des Jahrzehnts. Aber bis eine deutsche Berufsgenossenschaft einen Roboter zulässt, dessen Entscheidungen in einer "Black Box" (Neural Net) getroffen werden, werden noch Jahre vergehen.
Redaktion
Humanoid Scout Team